Sonntag, Januar 29, 2006

Rückflug

Nun sitze ich tatsächlich im Flieger zurück ins sicherlich sehr kalte Deutschland. Allerdings muss ich zugeben, dass es heute doch recht frisch und naß in New York war, nachdem ich gestern noch im T-Shirt bei strahlendem Sonnenschein herumgelaufen bin.
Ich wusste zwar, dass ich eine enorme Zielgruppe mit meinem Blog erreiche, aber ich hätte nicht damit gerechnet, dass meine Triaden gegenüber Delta Airlines derartige Auswirkungen haben würden: Das die Firma langsam bankrott geht ist ja bekannt und jetzt ist hier im Flieger (natürlich wieder so ´n Vorkriegsmaschine und ich rede hier nicht vom letzen Golfkrieg, eher von Vietnam, wenn wir schon bei erfolglosen US Unternehmen sind) ist nur etwa jeder zweite bis dritte Platz besetzt und ein für Economy-Class ungewöhnliches Platzangebot lässt die bemitleidenswerten Businessclassflieger alt aussehen - dort gibt es keine freien Plätze.
Am Flughafen musste ich noch die Umbuchung bezahlen, und hätte es fast geschafft, die Delta Mitarbeiterin zu bestechen, dass sie einen Umrechnungsfehler nicht rückgängig macht (20$ für 100$ sparen erschien ihr und auch mir fair). Leider hat sie befürchtet, dass der Fehler am Ende auf sie zurückgeführt werden kann und ihr dann vom Gehalt abgezogen werden würde. Als Entschädigung hätte sie mich sogar in Reihe 42 platziert, aber empfahl mir dann doch 24, was ja immerhin umgedreht 42 ergibt.
Sind gerade gebeten worden uns anzuschnallen bis das Zeichen zum Anschnallen ausgelöscht wird. (sic! Das arme Zeichen kann doch auch nix dafür)
Endlich noch mal Turbulenzen… und dass genau zur Essenszeit…
...
Enttäuschend. Sowohl das Essen als auch die Turbulenzen. War ja mit Delta nicht anders zu erwarten. Warum flieg ich eigentlich immer wieder mit dem Laden? Ach ja, weil die so billig sind (Das Wort preiswert wäre in dem Fall nur ein Euphemismus).
Ich hör´ mal besser auf bevor ich anfange über die Airline herzuziehen, mehr zum Unfall und New York gibt’s dann nach meiner Rückkehr.

Samstag, Januar 28, 2006

Eilmeldung

Sind gerade mit dem Bus in ein Fahrzeug gekracht. Keine Verletzten oder Toten. Polizei ist schon da. Sehr schönes Panorama mit der New Yorker Skyline im Hintergrund.
Juliet dolmetscht für den Fahrer, der nur Mandarin spricht.
Später mehr.

Bye, Bye Baltimore

Sitze nun im Dragon Coach zurück nach NY nachdem wir es geschafft haben den leicht überforderten Busfahrer davon zu überzeugen, dass wir auch ohne Ausdruck der Buchungsbestätigung ein Ticket haben. Dazu hielt ich dem Fahrer einfach das Laptop mit der eMail der Buchungsbestätigung unter die Nase. Da sagt einer technischer Fortschritt ließe sich nicht auch sinnvoll nutzen.
Werde mich bemühen in den wenigen Stunden in NY soviel Sightseeing wie möglich mitzunehmen um dann Sonntag um 8pm den Flieger zurück nach Deutschland zu nehmen. BTW: Lande dann zwar um 10 Uhr morgens in Frankfurt, aber falls es etwas länger dauert bis ich wieder in Köln bin, liegt das daran, dass ich noch keine Vorstellung davon habe wie ich vom Flughafen nach Hause komme.
Gestern ging ich noch ein letztes Mal die Straßen von Baltimore auf und ab. Juliet zieht wahrscheinlich bald nach Kalifornien und so verschwindet dann auch meine preiswerteste Herberge an der Ostküste. Ich habe im Laufe der Jahre (sic!) Baltimore wirklich schätzen gelernt und es stimmt mich etwas verdrossen diese sehr charaktervolle Stadt für eventuell eine sehr lange Zeit zu verlassen. Irgendwann jedoch werde ich wiederkommen.
So muss ich jetzt zwar Baltimore aufgeben, im Gegenzug aber ist es in Kalifornien deutlich wärmer ist und der Flug dorthin länger dauert (sprich mehr Bonusmeilen)… So ist das Ende von Baltimore auch ein neuer Anfang.

Donnerstag, Januar 26, 2006

Eaten Alive

Jetzt ganz neu im Blog: Die Premiere der Photo-Love-Story "Eaten Alive"

Mittwoch, Januar 25, 2006

Titel entfällt wg. Trunkenheit des Autors

Noch ein paar frische Bilder.

Dienstag, Januar 24, 2006

Fortschritt durch Faulheit

Da es mir zu anstrengend geworden ist immer wieder HTML Alben mit meinen Bildern zu erstellen habe ich mir nun einen Flickr Account eingerichtet.
Dort kann ich nicht nur viel einfacher Bilder hochladen, sondern gleichzeitig auch bestimmte Bildauschnitte kommentieren (einfach mit der Maus mal über die Bilder gehen. Wenn ein gelber Rahmen erscheint gibt es dazu einen Kommentar). Und nicht nur das, auch die Betrachter können Kommentare abgeben, was die Sache natürlich noch VIEL interessanter macht. Ich LIEBE Kommentare. ;)
Die neuen Bilder gibts also nun bei Flickr.
Einfach auch das schöne, große Bild hier klicken und schon wird alles gut.

PS: Bin eben bei Dunkin Donuts auf Entfernung von der weibl. Bedienung für ne Frau gehalten worden. Bereits vor einer Woche rief eine Bedienung im Royal Farms ein "Excuse me, mam?" zu mir herrüber.
Mir fällt jetzt auf, dass sogar die meisten Frauen kurze Haare haben. ;)

Sonntag, Januar 22, 2006

It´s not America, it´s Baltimore

Habe in den letzen Tagen verschiedene Sehenswürdigkeiten besucht und sehr viel gefeiert. Fotos habe ich in der Zeit sehr viele Fotos gemacht die ich eventuell auch irgendwann mal hochladen werde. Bis dahin einfach mal ein paar nette und hoffentlich unterhaltsame Bilder.
Weiterer Text entfällt wg. Trunkenheits des Autors.

War recht stürmisch die letzen Tage PS: Erfahre gerade das der Schaden in einem Autounfall entstanden ist. Tja...SpamBaltimore HefenweizenBilderMurdermore Baltimore ist berühmt für seine aussergewöhnlich hohe MordrateFrüchte der HeimatIn Baltimore wird oft das lokale Bier National Bohemian getrunken, dass allerdings kein Mensch so nennt. Wirklich niemand. Stattdessen wird das nicht soooo tolle, aber auch nicht wirklich schlechte Gebräu Natty Boh genannt. Der Hauptgrund für die Beliebtheit mag darin liegen, dass es meistens nur nur halb so teuer ist wie anderes Bier.
Ebenfalls typisch für Baltimore ist es Personen anderen Geschlechts unabhängig von Alter und Art der Bekanntschaft als Hon (Honey) zu bezeichnen.
So ist die rechts abgebilderte Quittung deshalb ein schönes Beispiel für die Eigenartigkeit Bawlmers.

Montag, Januar 16, 2006

Weils so schön ist

Im Anbetracht der Tatsache, dass ich eigentlich vor 9 Stunden hätte in Frankfurt landen sollen, ist es vielleicht an der Zeit zu erwähnen, dass ich meinen Aufenthalt verlängert habe. Im Moment sieht es so aus als würde ich wohl bis zum 28 oder so bleiben. Länger geht ja irgendwie auch nicht, da ich sonst den Karneval verpassen würde, und dass will ja wirklich niemand. ;)
Samstag Nacht sah ich diese beiden Damen, die einen aus mind. 20 fahrzeugen bestehenden Stau verursachten, da sie, wohl schon seit geraumer Zeit, mitten auf der Straße mit ihrem Wagen stehen blieben. Warum weiß ich nicht, aber das Anblick war schon sehr unterhaltsam. Ich gebe jedoch zu, dass ich ein wenig Mitleid mit den Leuten in der Schlange hatte.
Da ich inzwischen 360 Bilder geschossen habe, die incl. Videomaterial cirka 1,89GB auf meiner Platte belegen, habe ich hier ein Best of von 28 Bildern bereitgestellt. Wenn wirklich Interesse besteht lad ich auch gerne bei Gelegenheit die volle Packung hoch.
Als besonders Feature gibt es nun einen schönen weiteren Teil des allseits beliebten Deutschkurses für Amerikaner.

Freitag, Januar 13, 2006

Oh, say can you see by the dusk's late light

Nach Monaten des erfolglosen Ringens, in dem ich immer wieder versuchte das berühmte Fort McHenry zu erreichen, brach ich gestern zu Mittagsstunde erneut auf um dieses Mal ohne verzagen das Ziel zu erreichen. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bei denen sich Elmar trotz T-Shirt über die unverschämte Hitze beschwert hätte, kämpfte ich mich dank dicken Mantels sehr entspannt durch verschiedenste Nachbarschaften Baltimores. Erst ging es Richtung Downtown um dann, nach drei Stunden zügigen Marsches durch nette Nebenstraßen, die Halbinsel zu erreichen auf der das berühmte Fort McHenry steht - Bollwerk gegen die angreifende britische Armada und Geburtsort der amerikanischen Nationalhymne.
Tatsächlich erreichte ich den Schauplatz nicht nur perfekt zur Golden Hour der Abenddämmerung, sondern konnte auch noch miterleben, wie die laut uralter Präsidentenverfügung immer zu wehende Flagge ausgetauscht wurde. Auch wenn mich der Pathos der Zeromonie anfangs etwas belustigt hatte, realisierte ich nach gewisser Zeit, dass die Sache mit im Vergleich mit der Steifheiheit einer deutschen Flaggenparade fast schon familiär ablief...
Nun, mein patriotisches Video hierzu zeigt mehr.

Mein Rückweg führte mich dann durch... ähm... Nicht so gute Gegenden Baltimores, in denen offen auf der Straße gedealt wird, Schaufenster doppelt vergittert sind und Schilder der Läden ohnehin so demoliert sind, dass man wirklich raten muss, was in den Geschäften verkauft wird. Gerne hätte ich Fotos gemacht, besonders bei der Festnahme von einer einzigen Person für die ganze acht (sic!) Polizeiwagen anrückten. Aber ich befürchte, dass wäre die letzte Anwendung der Kamera gewesen.

Nachtrag: Die Temperatur betrug gegen Mittag 17°C (63°F)...

Donnerstag, Januar 12, 2006

Ansichtssachen

Bevor ich meinen heutigen Versuch starte Fort McHenry anzusehen (ich berichtete vor einer gewissen Zeit) noch ein kurzer Rückblick.
Gestern Abend besuchten wir die Otto Bar, in der wir übrigens auch Samstag verkehrten als dort im anderen Stockwerk eine meiner Meinung nach recht passable Black Metal Band spielte. Leider sahen meinen Begleitern die Musik nicht als so gut an und so blieb mir die, wie ich es sehe, sehr gute Musik versagt. Sehr zugesagt hat mir allerdings der Abschiedsgruß, den man jedoch nicht unbedingt jedem Deutschlehrer zu zeigen sollte. Gestern erhielt ich jedoch in besagtem Etablissement die komplette erste Staffel von "The Wire" überreicht. Meiner Meinung nach die mit Abstand beste Serie die jeh in produziert wurde. Kanns kaum erwarten mir die Show anzusehen, leider habe ich zugesagt damit zu warten bis ich in Deutschland bin.
Einige hastig konsumierte Kaltgetränke später machten wir uns noch auf zu einem 7Eleven in dem ich mir einen wunderschönen HotDog mit Käse, Senf, Ketchup, Gurken, Jalapenos, Zwiebeln und irgendetwas Grünem bastelte. Meine Ansicht, dass dies ein sehr leckerer typischer amerikanischer Hotdog sei teilte Juliet nicht und mir statt dessen mit, dass dies das ziemlich ekelhafteste sei das sie jeh gesehen hätte. Nun ja, ich muss zugeben ich benötigte etwas Zeit bis das Würstchen unter all den Beilagen wieder entdecken konnte.
Weiter bin ich darauf angesprochen worden, dass man hier im Blog in letzer Zeit kaum Berichte über meine Erlebnisse erblicken könne. Dies ist jedoch einfach zu erklären. Ich sehe es so, dass ich an mich selber den Anspruch habe, dass alle meine Texte perfekt mit der sorgfältig gewählten Überschrift harmonieren und betrachtet es man unter diesem Gesichtspunkt, ist es wirklich schwierig ist immer eine zu den Erlebnissen passende Titelzeile zu finden. Viele mögen dass anders sehen und als nicht so wichtig betrachten. Ich aber schon, und jeder der mag kann sich diesen Text ja noch einmal unter besonderer Beachtung der Überschrift anschauen.

Dienstag, Januar 10, 2006

Zeichen und Wunder

Trotz meines Frusts über die ungerechte Zuteilung eines mir nicht zustehnden Sitzplatzes dachte ich zwar bereits über übertieben gewaltätige Vergeltungsaktionen nach, doch konnte ich mich glücklicherweise zumindest zweitweise beherrschen. Samstag Morgen waren es laut Wagentherometer nicht nur 42°, nein, als ich dann abends mein erstes Royal Farms Chicken kaufte hatte ich dann auch noch die Bestellnummer 42...
Nun immerhin etwas...
Falls übrigens mal jemand ausser mir vom JFK Airport zum Times Square möchte. Ich habe ein kleines Video zusammengestellt auf den man den Weg mitverfolgen kann. Leider ist die YouTube Aufnahme nicht so toll und darum biete ich das Video in besserer Qualität auch als 70mb großen Download an.

Samstag, Januar 07, 2006

Sprechen sie Deutsch?

Ein kleines Video der praktischen Anwendung dieses praktischen Buches.

Für Internet die Seele verkauft

Zw. Köln und Frankfurt 09:00
Ich fahr gerade mit 278 km/h im ICE nach Frankfurt nachdem ich mich, von der Gier nach mobilen Internet getrieben, habe dazu verleiten lassen straßenräuberische 53,-€ für ein Ticket von Köln zum Flughafen auszugeben. Dies alles tat ich nur in der Überzeugung, dass die DB ihr Versprechen wahr machen würde im ICE Mobile WLan HotSpots kostenlos anzubieten. Die Versuchung mit Hochgeschwindigkeit im Hochgeschwindkeitszug der Bahn die Bahn zu diffamieren war dann doch zu groß. Aber leider unterschätzte ich die Bösartigkeit meines wohl gefährlichsten Gegners: In MEINEM ICE gibt’s natürlich kein Internet! 40 Jahre lang belogen und betrogen wurden und dann wieder auf DB Greulpropaganda reingefallen…

Frankfurt Flughafen 10:40
Habe es geschafft durch mein winziges Handgepäck zu beeindrucken. Erst hat die Sicherheitsfragerin drei Mal nachgefragt ob dies wirklich all mein Gepäck wär’ und beim einchecken wurde ich gefragt wo denn mein Gepäck sei obwohl ich schon alles aufs Band geladen hatte. Wurde informiert, dass ich die kleine Tasche auch ohne weiteres mit in den Flieger nehmen könne. Hab aus Dekadenz die Tasche trotzdem abgegeben.
Am Frankfurter Flughafen ist es mir jetzt bis noch nicht gelungen kostenlos über WLan ins Internet zu kommen und das find ich schon irgendwie skandalös. Vor allem im Anbetracht der Tatsache, dass ich in der Innenstadt von Köln das Laptop nur ausklappen muss um ins Netz zu kommen.

Flugzeug irgendwo zwischen Frankfurt und New York, 3:00pm
Delta hat wieder einmal bewiesen warum ´se pleite sind. Nachdem der von außen so harmlos wirkende Flieger geboarded wurde wird mir mitgeteilt, dass auf diesem Transatlantikflug wahrscheinlich keine vernünftiges Inflight Entertainment angeboten wird. Ich hatte die fehlenden Monitore in den Kopfstützen ausgeblendet, doch ewig konnte ich mich nicht der Wahrheit entziehen. Um Delta gerecht zu werden muss ich zugeben, dass irgendwo am Ende des Flugzeuges eine kleine Leinwand mit Briefmarkenschirm doch wohl ein paar Filme zeigte, nicht dass man was erkennen könnte, aber theoretisch….
Immerhin Delta hat es geschafft die Qualität des Essens minimal anzuheben, die ungenießbaren Gerichte der anderen Flüge wurden ausgetauscht mit formloser, breiiger Masse, die aber immerhin schon entfernt an vernünftige Nahrung herankommt. 2 von 10 Sternen und damit eine Verbesserung um 100%, weiter so!
Zur Abwechslung habe ich dieses Mal wenigstens kein alterndes amerikanisches Ehepaar neben mir sitzen, verkrampfte Gespräche in denen das Thema Politik äusserst dizipliniert vermieden werden muss entfallen dadurch glücklicherweise und so ist meine jetzige Sitznachbarin Melanie, die trotz oder wg. Süddeutschem Akzent wahrscheinlich doch die interessanteste Mitfliegern seit einem gewissen Stomp!-Darsteller bietet. (aber, hey!, das war Britisch Airways, da gabs Cocktails umsonst, Inflight Entertainment, richtiges Essen und Stewardessen mit lustigem britischen Akzent die mir Schokolade schenken (die ich nicht mag, aber das konnte die ja nicht wissen) bei Delta kostet sogar der Rotwein 5$, Entertainment entfällt, das Essen ist zwar mit gutem Willen genießbar aber der fehlende britische Akzent ist dann doch ein Manko)...
Und das Schlimmste vergaß ich: Ich sitz in REIHE 32!

Irgendwo in New Jersey, 6:45pm
Überraschend fit. Alleine weil ich 6 Stunden im Flieger schlafen konnte, sitze ich nun im Greyhound von New York nach Baltimore. Ein kleiner, inzw. Schon fast tradtioneller Abstecher zum Time Square ließ mich ein sehr schönes Video drehen, dass ich sobald wie möglich zum Download anbieten werde.
Ist sehr unwirklich derartig wach unterwegs zu sein.

Baltimore, 12:00am
Bin da, und direkt gehts weiter in den Sonar Club. Wär ja noch schöner wenn ich nicht permanent feiern würde.