Samstag, Oktober 30, 2004

White House

Nachdem wir uns gestern ordentlich betrunken haben, sind wir eben zu Fuss zum Weissen Haus gewandert. Von dort aus habe ich dann ein wenig per Telefon meine sozialen Kontakte gepflegt, wobei ich leider Claudius nicht erreichen konnte. Dafuer haben wirklich alle anderen Leute sofort irgendwelche Anspielungen auf terroristische Aktionen gemacht. Schon sehr komisch was das Weisse Haus so bewirkt.
Wir entdeckten zwei deutsche Soldaten in Uniform die sich ein wenig Washington beguckten, wobei einer tatsaechlich keine Stan-maessige Kopfbedeckung trug. Beschaemend. Ich verzichtete darauf den Oberleutnant ueber das Auftreten eines deutschen Soldaten in der Oeffentlichkeit zu belehren, da er offensichtlich Geburtstag hatte, denn er hatte permanent die Hand an der Kerze.
Ausserdem musste ich bestuerzt feststellen, dass es mir immer schwerer faellt Deutsch zu sprechen... Ich hoffe das normalisiert sich wieder wenn ich zurueck bin.
Wir gehen jetzt ein wenig Einkaufen und heute abend steigt eine dicke Helloween-Party. Ich bin gespannt.

Washington

Ganz kurzer Eintrag...
Gestern waren wir in Baltimore. Das World Trade Center da steht immer noch. Mohamed bekommt aber auch nichts auf die Reihe. Wir waren in einem Laden, in dem bis vor kurzem ein gewisser Usher gearbeitet haben soll, der jetzt mit komischer Musik sein Geld verdient. Traditionsgemaess wird dort waehrend der Arbeit gesungen, allerdings gute Musik. Sehr beeindruckend.
Wir haben im Hard Rock Cafe eine lustige Gruppe von vier Leuten aus vier verschiedenen Staaten getroffen die dort getrunken. Ein korpulentes schwarzes Maedel war sogar ein Rammstein-Fan. Sehr lustig. Juliet hat heute Geburtstag und ich habe ihr unter anderem eine Sammlung von Franz Kafka Geschichten geschenkt. Gerade sind wir in Washington DC angekommen und entscheiden jetzt was wir gleich machen.

Mittwoch, Oktober 27, 2004

Gefaehrlich einkaufen

Heute nachmittag hatten wir die Idee zu einem "wirklich coolem" Second Hand Laden zu fahren. Leider habe ich erst bei unserer Ankunft erfahren, dass der Laden tief in einem von ueberwiegend schwarzen Amerikanern bewohnten Stadtteil liegt. Und ich trug, natuerlich, eines meiner Youth against Hip Hop-T-Shirts. Wir waren die einzigen Weissen und wurden deshalb ohnehin etwas komisch beaeugt als wir den Laden betraten in dem, natuerlich, Hip Hop lief...
Die Blicke der anderen Kunden waren nicht selten argwoehnisch und es stellte sich die Frage ob wir das Ladenlokal noch lebend verlassen wuerden.
Aber spaeter wurde ich dann von einer Kassiererin fuer meinen Mut gelobt und hatten auch sonst verdammt viel Spass an der Kasse.
Heute abend werden wir in die OttoBar in Baltimore fahren. Was immer das ist...

Es geht auch anders...

Gestern abend haben wir sehr heftig in einer Karaoke-Bar gefeiert. Mir war von vorneherein klar, dass ich in den Laden geschleppt worde damit ich singe. Also habe ich mich dementsprechend vorbereitet und eine schoene Metal-Softpop-Variante von "Let it be" aufs Parkett gelegt. Es gibt ein paar huebsche Fotos, doch leider kann man die feiernden Leute nicht sehr gut erkennen, denn ich denke dass die Show irritierenderweise wirklich gut ankam. Vielleicht auch nur weil ich deutsch bin. :)
Nach der Vorstellung habe ich mir nochmal kurz das Mikro geschnappt und nach einer kurzen Einleitung folgende 5 Worte ans Volk gerichtet: "PLEASE DON'T VOTE FOR BUSH!".
Passenderweise entdeckte ich am selben Abend noch eine Frau mit einem Sticker auf ihrem Gesaess mit der Aufschrift Friends dont let friends Vote for Bush.
Scheinen also nicht nur Republikaner hier zu wohnen...
Sobald das FTP Programm hier wieder funktioniert werde ich ein paar Fotos hochladen. Bis spaeter. Ich werde jetzt erstmal von Amanda gekidnappt...

Dienstag, Oktober 26, 2004

Sushi, Tanken und der Rest ist mir entfallen

Gestern abend waren wir Sushi essen und haben wirklich excellentes Sashimi und ein paar delikate Dynamite-Rolls bekommen.
Doch nicht nur das Essen beeindruckte: So hatte ich die Freude das erste Lokal in den USA zu betreten in dem kein TV lief. Jedoch wurde ein Grossbildfernseher kurz nach unserer Ankunft eingeschaltet und mein Bitte das Geraet wieder auszuschalten ausgeschlagen. Leider koenne aus Ruecksicht auf die anderen Gaeste dem nicht entsprochen werden. Als wir dann spaeter die einzigen Besucher waren, hatten wir jedoch wieder Ruhe... Im wahrsten Sinne des Wortes.
Wirklich ungewoehnlich war ausserdem, dass das Etablissement keine Erlaubnis besitzt Alkohol auszuschenken, so kann und soll man dorthin seine eigenen Getraenke mitbringen, die Bedienung nimmt sie dann entgegen und serviert sie auf Wunsch...

Beim Tanken ist mir aufgefallen, dass das bei uns angepriesene V-Power von Shell mit wunderversprechenden 100 Oktan hier nur 93 Oktan hat. Normaler Sprit kommt mit laecherlichen 83 Oktan (oder so) aus. Und das obwohl hier viele "normale" Autos umher fahren ohne Kaputt zu gehen. (Ausser Fords natuerlich. Aber die verachtet man auch hier mit den Worten "Fix Or Repair Daily")
Wofuer zahlen wir also dann eingentlich soviel Geld fuer Sprit mit viel Oktan?
Ist der einzige Sinn des hohen Oktanwerts hohe Preise zu gerechtfertigen?
Mineraloelmultis irritieren mich von Zeit zu Zeit.

Heute habe ich Juliet ein wenig bei ihrer Arbeit unterstuetzt und Fotos fuer ihre Firma gemacht und ein wenig dicke Leute angeguckt. Gleich gehen wir mal wieder gediegen ein wenig was trinken.

...der Rest ist mir entfallen

Montag, Oktober 25, 2004

Taufe auf amerikanisch

Gestern wurden zwei von Juliets ________ (hier bitte einen Verwandschaftsgrad einsetzen, ich kenne mich damit nicht aus) getauft. Hier konnte ich eine sehr positive Ueberraschung erleben, da eindeutig nach dem koelschen Prinzip vorgegangen worde: "Fix rinn in de Buett und flott jot watt trinke jonn."
Der Kirchenbesuch fuer sich war allerdings schon sehr irritierend war. Kinder tollten um den Altar, der Priester war die ganze Zeit am grinsen, ein Kindsvater hatte keine Ahnung was er sagen sollte, als er seiner Tochter das Wasser ueber den Kopf kippte und murmelte stattdessen irgendetwas vor sich hin. Ich habe noch nie soviele Leute in der Kirche lachen sehen.
Danach ging es dann zu einer lustigen Party auf der wir das ganze besiegelt haben. Bemerkenswert war, das wir doch bitte nicht vor dem Haus in dem die Party war, sondern bei Juliets Vater vor der Tuer parken und den Rest zu Fuss gehen sollten, da soviele Gaeste kommen wuerden und nicht genug Parkflaeche vorhanden sei. Gesagt getan, als wir dann bei Juliets Vater waren, bettelte Juliet noch bei ihrem Bruder, ob er uns mitnehmen koenne, doch leider hatte der keinen Platz mehr im Wagen. Also machten wir uns tatsaechlich zu FUSS auf den Weg. Fuer amerikanische Verhaeltnisse undenkbar. Aber man muss ja auch mal mit Klischees brechen. Irritiert war ich allerdings als ich ihren Bruder in cirka 70 Meter Entfernung parken sah und Juliet mich aufklaerte, da dort die Party sein wuerde...
Dort tranken wir dann fleissig Becks und Rotwein und ich musste tatsaechlich einen Verwandten aufklaeren, dass ich nicht aus UK sondern aus Deutschland komme. Sehr lustig. :)
Gestern abend habe ich in einer Videothek Good bye Lenin und Das Experiment gefunden. Und da sagt einer Amerikaner wuerden keine auslaendischen Filme gucken.
Ich werde jetzt erstmal ein paar neue Fotos hochladen. Bis spaeter...

Samstag, Oktober 23, 2004

Nachtrag

Eine Sache ist mir gerade eingefallen, die ich fast vergessen habe festzuhalten.
Wenn ihr euch schonmal ueber Geld wollende Klofrauen geaergert habt: In dem Laden den wir gestern besuchten gab es tatsaechlich einen Klomann, der einem die Seife in die Hand gegeben hat und einem, waehrend man sich die Haende wusch, den Mantel putzte. Das war sehr irritierend.
Wie auch immer, wir werden jetzt ein wenig feiern. Gute Nacht...

Preiswert trinken in Baltimore

Gestern abend waren wir in einem "Tanzlokal" in Baltimore in dem ich endlich ein Bier gefunden habe, das mir schmeckt. Es war allerdings keine amerikanische, sondern ein kanadische Brauerrei. Aber man kann ja nicht alles haben.
Wir haben wirklich nett gefeiert und es laesst sich wirklich einiges Gutes ueber den Laden sagen. Zum Beispiel gab es dort endlich mal einen Barkeeper, der wusste was ein Cuba Libre ist, normalerweise funktioniert wenn ueberhaupt die Bestellung "Rum & Coke with a lime". Juliets Vater klaerte mich auf, dass vor 20 Jahren wirklich jeder wusste was es ist, vielleicht laesst sich das mangelnde Interesse an Cuba Libre dadurch erklaeren, das mutmassliche Terroristen in Kuba gefangen gehalten werden und so der Gedanke eines freien Kubas vielleicht nicht so prickelnd erscheint. :)
Wie auch immer: Gerade realisiere ich, dass ich gestern den ganzen Abend mein Lenin T-Shirt anhatte. Dies koennte auch auch meinen ploetzlichen Durst nach besagtem Cola/Rum-Getraenk erklaeren.
Leider war die anderen Leute hinter der Bar nicht so faehig, so dass ich den schlechtesten B52 meines Lebens getrunken habe. Der faehige Barkeeper erklaerte mir danach allerdings, dass die Bars verpflichtet sind Getraenke die brennen jetzt so zu mixen, dass sie genau das nicht mehr machen, da wohl eine Bar vor kurzem aufgrund solchen Drinks abgebrannt ist.
Ein sehr einschneidenes Erlebnis war fuer mich, dass in einer feuchtfroehlichen Stimmung eine junge Frau begann sich zu entkleiden und tatsaechlich gestoppt worde als sie nur noch ihren BH trug, mit den Worten das diese Bar nicht "so ein Platz" waere aber sie koenne sich gerne zwei freie Drinks auf Kosten des Hauses an der Bar geben lassen. Sehr verwirrend. Ich denke wenn das in Deutschland eingefuehrt wuerde, waeren alle Laeden sehr schnell bankrott.
Leider sind alle Bars in Baltimore gesetzlich verpflichtet um 2 Uhr zu schliessen, so fanden wir uns auf der Suche nach Unterhaltung auf den Strassen wieder. Ich beschloss einen freundlichen Cop zu fragen wo man denn jetzt noch hingehen koenne, und er sagte, dass man da leider nichts machen kann. Zitat: "This place is really fucked."
Dann lies ich mich von eine Dame aufklaeren, dass es auch einen guten Metal-Schuppen in Baltimore gaebe. Aber leider lehnte Juliet eine intensivere Unterhaltung mit ihr ab so, dass ich mich kurz danach in einer Konversation mit einem deutsch-niederlaendischen schwarzen Amerikaner wiederfand der mir direkt zu Beginn erklaerte er wuerde am 2 November fuer Bush stimmen, da er fur Condi Rice arbeite und arbeitslos werden wuerde wenn W. nicht wiedergewaehlt wird. (DAS ist mal eine Kombination!)
Naja, dann sind wir auch irgendwann gefahren und haben uns zu spaet der Tatsache bewusst gemacht, dass alle Parkhaeuser Video-Ueberwacht sind. Fragt nicht warum!

Freitag, Oktober 22, 2004

Strassen, Autos und Konsumfreude

Heute muss ich den Eintrag ueber die Autos erweitern. Juliets Familie hat nur einen Wagen mehr: Einen Lexus... Tut sich ja auch nicht mehr viel.
Wobei ich jetzt, nach einigen Stunden hinter dem Steuern von diversen SUVs, wirklich nicht verstehen kann warum hier fast jeder einen besitzt. Die Dinger sind gross und brauchen unmengen an PS um ueberhaupt aus dem Quark zu kommen, da einfach eine riesigeMenge Stahl bewegt werden muss. Das heisst: Trotz grosser Motoren faehrt man immer noch traeger umher als mit meinem gutem alten e-Kadett, dabei gefallen mir die Strassen hier wirklich gut und ausserhalb der Stadt gibt es schoen geschwungene Wege durch eine Landschaft wie im Bergischen.
BTW: Gestern war ich beim Geldautomaten und dreh mich um und wollte wieder in den SUV einsteigen. Klappte irgendwie nicht, weder die Funkfernbedienung noch der Schluessel, ein vorbeikommender Polizist beaeugte mich schon misstrauisch, bis ich dann ploetzlich bei einem verzweifelten Druck auf die Fernbedienung ein paar Autos weiter das Warnblinklich von Juliets Wagen angehen sah... Die Dinger sehen wirklich alle gleich aus... :)
Richtig anfangen Auto zu fahren konnte ich allerdings heute, als wir den Porsche Carrera 4s von Juliets Vater ausgeliehen hatten. Als waeren die Strassen fuer den Wagen angelegt worden...
...und endlich wieder ein Wagen mit Schaltung.

Desweitern habe ich festgestellt, dass ich fast die ganze Zeit ueber Amerika mecker, ich sollte echt mal ein paar gute Sachen nennen:
-grosse Strassen (ok, nannte ich bereits)
-kleine Strassen durch huebsche Huegel (ok, nannte ich auch bereits, aber man fuehlt sich da wirklich fast wie im Bergischen Land)
-24Std. geoeffnete Geschaefte
-leckere Donuts (auch wenn die Verkaeufer immer etwas komisch gucken, wenn ich einen einzelnen Donut kaufe)
-Durchweg sehr freundliche Leute (auch wenn es manchmal nur oberflaechlich sein mag), ich denke sogar einen Strafzettel bekommt man hier mit einem Laecheln ueberreicht.
-kein Rechtsfahrgebot auf der Autobahn (eigentlich bin ja ein Freund davon, aber da sich eh keine Frau (und Sven) daran haelt kann man es ja eigentlich auch gleich abschaffen :))
-und noch einige andere Sachen. Es ist halt eigentlich wie Deutschland mit ganz vielen CSU-Waehlern die statt Deutsch Englisch sprechen (ok, es ist nicht wirklich Englisch...).

Donnerstag, Oktober 21, 2004

W und Alkohol

Mh... Leider hat das Web meinen vorangegangen Eintrag gefressen, darum hier mein zweiter Versuch die vergangenen Ereignisse zu rekapitulieren.
Gestern waren wir in einer Art Alkoholfachgeschaeft (sic! / So einfach wie bei uns kommt man hier ja nicht an nen Bier) und ich musste zu meiner Ueberraschung feststellen, dass dort auch Grolsch verkauft wird. Das ist meiner Meinung nach schon deshalb bemerkenswert, weil ich glaube, dass das Gebraeu selbst Niederlaendern peinlich ist und die trinken ja bekanntlich freiwillig Amstel oder Heiniken... Wie auch immer auf jeden Fall konnte ich einmal mehr freuen, dass unsere frz. Nachbarn keine Lust hatten in den Irak einzumarschieren und so konnte ich gestern sehr preiswert eine Flasche Beaujolais-Villages reduziert erstehen. Frz. Weine Laufen in letzter Zeit wohl nicht so gut... Harhar... :)
Da muss ich direkt noch einen Nachtrag zu unserem Abend in Rhyns Daughter hinzufuegen, es geschah doch tatsaechlich, dass eine unserer Begleiterinnen fragte, ob es denn in Ordnung sei, das Juliets Bruder denn schon Bier trinke. Er sei doch erst 19 Jahre alt.
Dementsprechend wurde ich dann auch gestern im Alkoholladen bei bezahlen von ner Flasche Wein und 8 Flaschen Bier nach meiner ID gefragt. Sehr beeindruckend. So jung kam ich mir schon lange nicht mehr vor. Danke Amerika!
Ich hatte jetzt eigentlich vor mich in einen der unzaehligen Gelaendewagen vor der Tuer zu schwingen und in die Stadt zu fahren (dieser Drei-Personenhaushalt verfuegt ueber mind. 3 SUVs und eine Corvette. Ich habe da noch nicht so den Ueberblick). Interessanterweise prangt auf dem Pathfinder den ich nehmen koennte ein grosser W04-Sticker... Wenn das mal keine Absicht ist. Claudius wird es zwar stoeren, aber leider muss ich mich auf den Strassen heute sehr zivilisiert verhalten. Eben erhielt ich von Juliet folgende Nachricht per ICQ:"dont be a terrorist.... Drive safe and dont crash in any gouverment buildings"
Tja, vielleicht naechstes mal. :)

Mittwoch, Oktober 20, 2004

Erste Bilder!

Heute habe ich ein paar Stunden damit verbracht Claudius Webtagebucheintraege in dieses Blog zu uebertragen.
Dies sollte von nun auch erreichbar sein unter http://amerika.paintme.de, http://america.paintme.de und http://usa.paintme.de.
Ausserdem habe ich ein paar Bilder zusammengestellt und hochgeladen. Die finden sich hier.
Heute werden wir erstmal einen ruhigen Abend einlegen und in Ruhe eine DVD gucken und lecker was essen.

Wer haette das gedacht?

Erstmal muss ich zwei bemerkenswerte Wortbeitraege aus der Bluestone-Bar niederschreiben. Der eine war ueber das schwarze Schaf der Familie: "She 's so not one of us" und der andere ueber die ganzen Familen mit dem Nachnamen "Deutsch" im Umkreis:"Everybody is Deutsch here."
Gestern besuchten wir einen Pub mit dem Namen Rhyns Daughter, der zwar nett eingerichtet war, die Gemuetlichkeit aber hoechst effektiv durch einen Grossbildfernseher und weitere TV-Geraete zerstoerte. Trotzdem nicht schlecht, vor allem, da wir aus Gruenden die ich hier nicht veroeffentlichen sollte, nichts fuer die Getraenke bezahlen mussten. Das Beste war allerdings das Erlebnis eine Bush Waehlerin zu treffen (das selbst ist hier nichts besonderes) die ernsthaft glaubt das Saddam Hussein in die 9/11 Anschlaege verstrickt waere. Ich war erstmal sprachlos aber gluecklicherweise versuchte eine ihrer Begleiterinnen (offensichtlich keine Republikanerin) sie ueber den Schwachsinn dieser kruden Theorie aufzuklaeren. Trotzdem musste ich nach diesem Erlebnis doch erstmal tief durchatmen.

Dienstag, Oktober 19, 2004

Post-Bluestone

So, habe jetzt meinen Rausch halbwegs ausgeschlafen. Wir hatten gestern noch recht viel Spass in der Bluestone Bar.
Dort habe ich festgestellt, dass ich
a) einfach kein amerikanisches Bier finde, dass mir schmeckt,
b) hier in jedem noch so edlem Restautrant mind. 2 Fernseher untergebracht werden muessen die permanent laufen,
c) man es zu dritt schaffen kann in 45 minuten 100 Dollar zu vertrinken, wie ist mir allerdings sehr raetselhaft und
d) es selbst im stockrepublikanischen Maryland verkappte Ralph Nader Waehler gibt, die es nur nie oeffentlich zugeben wuerden.

Zu c) muss ich sagen, dass wir in New York im House of Brews fuer laecherliche 8$ die Flasche Reissdorf trinken konnten. 0,33l versteht sich. Ich meine, dass Erlebnis war es trotzdem wert und immer noch besser als durch die halbe Stadt zu rasen und dann dort billiges Gaffel zu trinken, wahrscheinlich zu aehnlichen Preisen. Natuerlich konnte man ja auch lokales Bier trinken, aber das habe ich ja schon in a) kommentiert. In New York haben wir ausserdem am Ground Zero uebrings festgestellt, dass es echt schwierig ist garnix zu fotografieren und das New Yorker ein wenig ungehalten reagieren wenn man grinsend vor den Truemmern posiert. Bilder folgen noch. Heute abend wird erstmal wieder lecker Steak gegessen, doch bis dahin gucke ich mal was ich mache.
Bis spaeter.

Montag, Oktober 18, 2004

etwas spaeter

Wir sind heute nachmittag ein bissel umher gefahren, haben mir eine neue Telefonkarte besorgt von AT and T wireless, welche besser sein sollte und auf der ihr mich auch wirklich anrufen koennt. Nummer ist diesmal 44 33 261 241. Die Vorwahl bleibt natuerlich 001 fuers faschistische Ausland und am Besten 01077 davor, damit es preiswert bleibt. Danach haben wir donuts gekauft und ein videogame kaeuflich erworben. Wir werden jetyt den Ort des Geschehens verlassen und uns zur Bluestone Bar in der Naehe begeben. Ruft mich an wann ihr wollt. Nur bitte nicht vor 2 Uhr nachmittags, weil ich um diese Zeit (8 Uhr Ortszeit) ziemlich sicher schlafen werde. Vorher lass ich mir aber noch das Haar buersten und Aerger dafuer bekommen, dass das Just/do/it-Bild im Adminfenster eingeblendet ist. Noch lebe ich. :)

Erster Morgen in Towson

So, ich habe gerade rausgefunden, dass t/mobile einen hier ziemlich abzockt und werde gleich eine at and t wireless prepaid karte kaufen.

gestern wurde ich fuerstlich empfangen und ich durfte blutiges steak verzehren und an den ersten politischen diskussionen teilnehmen. :)
Naja, die haben die gleiche Meinung hier wie wir... nur umgekehrt. es wird halt gesagt, dass die europaeischen medien so einseitig berichten usw... das wird noch lustig werden...

Samstag, Oktober 16, 2004

Erster Tag / New York

So, endlich bin ich im faschistischen Ausland angekommen und kann mich auch lebend melden. Ich bin allen Hochhaeusern ausgewichen und tieffliegende Flugzeuge sind mir bis jetzt auch nicht begegnet...
Die verkaufen hier Suedfruechte an der Strasse und haben auch sonst viel Bueckware im Angebot. Ich habe sogar eine nette Prepaid Karte fuer mein Mobiltelefon erworben. Zu erreichen bin ich unter 001 917 815 9828 wer Geld sparen moechte ruft mich unter der Callax Vorwahlt fuer nur 1,8cent die Minute. Die Vorwahl lautet 01077. Das Ganze ist dann billiger als ein Ferngespraech mit den deutschen Telekomikern.

Ich soll bei der Gelegenheit auch direkte schoene Gruesse von Juliet bestellen. Ich bin leider in einem Internetcafe und muss mich deshalb direkt wieder auf den Broadway machen.
Ich glaube es faengt gleich an zu regnen.
Bis spaeter Julian