Black Metal ist Krieg
Nachdem wir Dienstags bei der Suche nach einer Metalkneipe erfolglos geblieben waren, erinnerte ich mich Mittwoch daran, dass ich bei MySpace einen Hinweis auf eine Mittwochs Metal Party gelesen hatte. Der etwas taspige Flyer hinterließ zwar etwas Skepsis aber immerhin wurde Black und Death Metal versprochen. Wir fanden das Etablissement nach kurzer Suche nur drei Häuser neben dem Nice Guy Eddie's. Aus dem Keller klangen tatsächlich etwas härte Klänge doch am Ende der Treppe wurden wir dann doch überrascht: Ein kleiner, dunkler Raum, fast leer - nur zwei Gäste und eine Barkeeperin.
Und dann eine Frau am DJ Pult, die überhaupt nicht ins Bild passen wollte: Blondiert, pinkes Top und etwas tussig geschminkt. Aber die Musik war bis jetzt das Beste was wir in New York gehört hatten, warum dem Laden also keine Chance geben?
Wir setzen uns an den Tisch vorne Links (ja, wirklich) und probierten mal alle preiswerten Biere aus, denn mit 3,-$ lag das Etablissment weit entfernt von den teilwese unverschämten Preisen im Rest der Stadt (gewisse 50 Cent Deals gelten ja nur zeitlich limitiert). Richtig Spaß machte Natural Light - Das Zeug hat wirklich gar nichts mehr mit Bier zu tun. (Wer es mal zu Hause probieren will: Einfach mal ein Glas Mineralwasser nehmen und einen Schuss Bier hinzugeben. Fertig.) Der Rest war aber durchaus in Ordnung, auch hatte ich in dem Laden endlich die Gelegenheit gefunden ein paar von den kostenlosen NYC Condoms abzugreifen die die Stadt zur Zeit kostenlos verteilt. In meiner grenzenlosen Gier konnte ich mich natürlich nicht mit ein oder zwei Kondomen zufrieden geben und behauptete einfach meine Freundin hätte eine Hefepilzinfektion und im Moment wäre der Sex wie Ping Pong spielen (ich bin ziemlich sicher ich hab den Gag irgendwo geklaut, ich weiß nur nicht wo). Die Barkeeperin schrie nur "To much information, to much information..." und bewarf mich mit unzählichen Kondomen. Von diesem Moment an fühlte ich mich dann doch sehr wohl in dem Laden...
...und tatsächlich: Auch die Musik blieb großartik und wurde sogar immer besser. Die Frau verstand wirklich was von gutem Metal. Später konnte ich mich auch noch etwas länger mit ihr unterhalten und erfuhr, dass sie sogar diesen Sommer nach Deutschland fliegt um nach Wacken zu fahren.
Der Laden blieb zwar recht leer aber so wurden später auch unsere exotischeren Wünsche wie Burzum berücksichtigt... Gegen Ende wurde sogar mein iPod angeklemmt und es lief Nagaroth, Kataklysm, Moonspell und Aaskeria.
Leider mussten wir schon gegen 02:00 zurück da wir am nächsten Tag nach Washington fliegen würden.
Fakt ist: Für jeden der Metal mag und in New York sein sollte: Dieser Laden ist definitiv die erste Adresse...
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