Oh, say can you see by the dusk's late light
Nach Monaten des erfolglosen Ringens, in dem ich immer wieder versuchte das berühmte Fort McHenry zu erreichen, brach ich gestern zu Mittagsstunde erneut auf um dieses Mal ohne verzagen das Ziel zu erreichen. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bei denen sich Elmar trotz T-Shirt über die unverschämte Hitze beschwert hätte, kämpfte ich mich dank dicken Mantels sehr entspannt durch verschiedenste Nachbarschaften Baltimores. Erst ging es Richtung Downtown um dann, nach drei Stunden zügigen Marsches durch nette Nebenstraßen, die Halbinsel zu erreichen auf der das berühmte Fort McHenry steht - Bollwerk gegen die angreifende britische Armada und Geburtsort der amerikanischen Nationalhymne.
Tatsächlich erreichte ich den Schauplatz nicht nur perfekt zur Golden Hour der Abenddämmerung, sondern konnte auch noch miterleben, wie die laut uralter Präsidentenverfügung immer zu wehende Flagge ausgetauscht wurde. Auch wenn mich der Pathos der Zeromonie anfangs etwas belustigt hatte, realisierte ich nach gewisser Zeit, dass die Sache mit im Vergleich mit der Steifheiheit einer deutschen Flaggenparade fast schon familiär ablief... Nun, mein patriotisches Video hierzu zeigt mehr.
Mein Rückweg führte mich dann durch... ähm... Nicht so gute Gegenden Baltimores, in denen offen auf der Straße gedealt wird, Schaufenster doppelt vergittert sind und Schilder der Läden ohnehin so demoliert sind, dass man wirklich raten muss, was in den Geschäften verkauft wird. Gerne hätte ich Fotos gemacht, besonders bei der Festnahme von einer einzigen Person für die ganze acht (sic!) Polizeiwagen anrückten. Aber ich befürchte, dass wäre die letzte Anwendung der Kamera gewesen.
Nachtrag: Die Temperatur betrug gegen Mittag 17°C (63°F)...
2 Comments:
Na, das ist ja mal ein patriotisches Video, diese langen Einstellungen!
Aber die Deutschen schätzen nur zu 39% das Verhältnis zu den USA als gut ein, aber - als hätten die Deutschen es gewußt womit sie dich ärgern können - zu 70% mit Frankreich. :-))
Ah! Erst jetzt - nach einigen Bieren - nehme ich wohlwohllend die Anwendung des Halbgeviertstrich zur Kenntnis.
Ein heutzutage leider viel zu selten genuztes Mittel.
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