Vive la france

Ich bin wieder hier.
Trotz Juliets Androhung es wuerde kein Internet in ihrem Haus geben, habe ich es offensichtlich doch wieder geschafft mich an einen Rechner zu mogeln.
Ich habe die letzten beiden Tage damit verbracht habe, Baltimore zu Fuss zu durchstreifen (und bin dafuer von einigen Leuten fuer komplett verrueckt erklaert worden, als ich berichtete welche Strecken ich dabei zuruecklegte). Zu Beginn habe ich mir erfolglos an diversen Universitaeten (Johns Hopkins und Baltimore University) versucht Zugang zum Internet zu erschleichen (Schwieriger als man denkt: Sicherheitschleusen und bewaffnete Wachleute sichern dort die PCs...) doch soeben habe ich die Enoch Pratt Free Libary in der Naehe des Baltimorer Hafens entdeckt. (Entdecken ist ein wundervolles Wort dafuer... In einer Grosstadt eine Bibliothek entdecken... Klingt toll.) Und tatsaechlich kostenlos kann man hier recht lange online bleiben... Es ist also doch nicht alles verloren.
Doch lasst uns vorne beginnen.
Bei meiner Anreise hat Air France diesmal wirklich komplett alle Register gezogen um mich zufrieden zu stellen. Nicht nur dass diesmal mein Gepaeck nicht verloreren gegangen ist: Nein! Sogar das Umsteigen in Paris ging zuegig und die Franzosen waren irgendwie freundlicher als sonst.
Grossartig fand ich es als ich mit einer Gruppe von Geschaeftsreisenden vor einer Toilette am Flughafen stand die gereinigt worde und die Putzfrau dann freundlich laechelnd erklaerte wir muessen leider noch etwas laenger warten damit der Boden trocken koenne... Ich war masslos begeistert...
Ich war beim Boarden der Maschine zwar etwas entaeuscht dass ich diesmal wohl nicht in meiner Angestammten Reihe 42 sitzen wuerde sondern vorne bei der Nummer 17, aber das hielt nicht lange vor. Denn kaum hatte ich mich setzen wollen, sprach mich eine Sitznachbarin an, dass ihr Vater weiter hinten sitzen wuerde ob ich nicht tauschen wolle. Ohne zoegern sagte ich ja und sass direkt danach wieder ein meiner Angestammten Reihe... Irgendwie schon unheimlich.
Ich bekam dann auch noch eine wundervolle Stewardess, die fuer einen staendigen Fluss an gutem Rotwein sorge. Mutig (und vom Alkohol angeregt) trank ich zwischendurch sogar einen Cabernet Sauvignion... Aber nur fuer eine Flasche...
Beim Essen gab es die Auswahl zwischen Huehnchen und Fisch (ich gebe zu nichts besonderes) aber meine Auswahl, der Fisch, war, fuer Flugzeug Essen untypisch, ausserordentlich gut und harmonierte hervorragend mit dem Weisswein denn mir meine Stewardess wie selbstverstaendlich nach meiner Menueauswahl angeboten hatte.
Als ich spaeter ein paar Fotos von Washington D.C. aus dem Flieger machte, kam die junge Frau auf mich zu und frage mich etwas auf franzoesich meine entschuldigende Antwort auf english dass ich leider kaum franzoesisch verstehe wurde mit einem freundlichen Kopfnicken und einer erneuten Antwort auf franzoesisch quittiert. Ich antwortete wieder was english und wieder ein Nicken und eine franzoesische Antwort. Daraufhin frage ich sie ob sie ueberhaut ein Wort von dem verstanden habe was ich gesagt habe und sie schuettelt nur laechelnd den Kopf... Lustig, verwirrend und irgendwie traurig dass ich die franzoesische Sprache so sehr ablehne.
Meine Taetigkeiten seit der Ankunft habe ich bereits oben kurz angerissen und es ist sonst auch nicht viel passiert.
Seit gestern habe ich gut 80 Fotos gemacht und werde das naechste Mal versuchen ein paar ins Internet zu laden.
Nun werde ich mich auf dem Weg zum Hafen von Baltimore machen und dann langsam zurueck da, heute abend wohl ein Konzert stattfinden wird, dass ich mir kaum entgehen lassen kann.