Brave New World
Letztendlich bin ich nun wieder aus New York nach Baltimore zurueckgekehrt.
In der British Airways Maschine sass ich interessanterweise neben dem Musiker John Sawicki aus Stomp und vor mir fand sich die Hauptdarstellerin aus Maedchen, Maedchen... Ich habe das allerdings erst nach dem Aussteigen erfahren und stelle mir seit dem die Frage, warum sie Touristenklasse geflogen ist.
British Airways geizt uebrings nicht so sehr mit Give Aways wie andere Fluggesellschaften, so bekommt man nicht nur eine Schlafbrille sondern auch Zahnbuerste und Socken geschenkt.
Dafuer ist das Unterhaltunsprogamm schlechter. Nur so ein veraltetes 18 Kanal Board TV System. Da war Swiss oder NWA schon besser.
In New York bin ich zwischen 24 und 3 Uhr nachts ein wenig umher gelaufen, um mir die Zeit die auch den Bus warten musst zu vertreiben. Etwas stoerend fand ich, dass man nirgendwo sein Gepaeck wegsperren konnte, so dass ich mit voller Aussruestung marschiert bin. (ich bin heute in der Laune militaerische Ausdruecke zu verwenden)
Am Times Square war fuer 1 Uhr nachts erschreckend wenig los, da ist Montags morgens an der Zuelpicher in Koeln mehr Volk unterwegs. Allerdings muss ich NY zu Gute halten das diese geringe, aber vorhandende Geschaeftigkeit, in jeder Ecke die ich besuchte beobachten konnte.
Ein freundlicher Herr in etwas abgewetzter Kleidung versuchte mir schon nach kurzer Zeit Gras oder Kokain zu verkaufen, dem stand ich jedoch ablehnend gegenueber und fand zu meiner Freude etwas spaeter in einem Geschaft ein 5l-Reissdorf Doeschen fuer nur 29,99$. Dies ist zwar auf den ersten Blick nicht wenig, aber eigentlich wirklich gut, da eine 0,5 l Flasche normalerweise inzw. mit 5$ zu bezahlen ist.
Um 0345 fuhr dann auch mein Greyhound und ich hatte bis dahin an manchen Orten ein wenig das Gefuehl gehabt ich wuerde durch Huxleys schoene neue Welt wandeln. Denn im Gegensatz zu Deutschland, in dem Verbote immer schoen im 1984-Style angebracht werden und die unter Androhung schlimmster Strafen zu befolgen sind, sind die New Yorker Verbote viel freundlicher formuliert und unterdruecken jemanden ohne, dass man es bewusst wahrnimmt.
Ich war wirklich beeindruckt.
Achja, im Port Authority Bus Terminal wird man netterweise auch in Deutsch vor nassen Fussboeden gewarnt. Und das schoen zackig, wie man es gewohnt ist, mit einem Achtung!
3 Comments:
Dies war ja mal wieder ein virtueller Internettagebucheintrag wie er sein sollte, informativ, literarisch anspruchsvoll und von einer feinen, aber starken Weltkritik durchzogen. Jawohl, ich bin als Leser und Rezipient wieder sehr zufrieden! Übrigens ist Pachty-Machtins Freundin tatsächlich da und sie küssen sich tatsächlich!!!
Sebastian
Ein Nachtrag, der nicht kausal hierhergehört aber ennoch verdient nachgetragen und gesagt zu werden : Als ich mich Montags und Dienstags auf einem Kurz-TRIP in Belgien befand mußte ich in einer -wie wir ja durch jahrelange Feldversuche herausgefunden haben- typisch hellhörigen Jugenherberge übernachten. Leider hatte ich keinen Schlüssel um mein Zimmer abzuschließen und kein Schwert oder keine Axt dabei um mich zu verteidigen - denn jedesmal wenn es auf dem Gang einen Laut gab dachte ich die BLUTIGEN SIEBEN kämen um mich in dieser einsamen Herberge als einen der sieben Gezeichneten zu meucheln...
Danke Julian für die Paranoia!!!! ;-(
Raschtul Sohn des Oribosch
!Angroschs Faust!
Wie krass! Sowas kann ich mir ja kaum vorstellen. Auch in der Oeffentlichkeit? :)
Ich freu mich, dass Dir mein Eintrag zusagte, es ist immer schoen zu erfahren, dass die ueberhaupt gelesen werden.
Wg. der Paranoia wuerde ich gerne beruhigen. Halte dich einfach von Boronkloestern fern und naja von einigen anderne Orten auch...
Und nur weil andere Leute vielleicht keine Paranoia haben, heisst das nicht, dass sie nicht verfolgt werden!
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